Abstract
"In der vorliegenden Arbeit werden zwei Verfahren untersucht, die eine erfolgreiche Protektion vor hepatischer Ischämie/Reperfusionsschädigung versprechen: ischämische Präkonditionierung (IP) und pharmakologische Konditionierung mit Methylprednisolon (MP).
Dabei wird zunächst das Ausmaß der hepatozellulären Schädigung nach warmer Leberischämie durch Abklemmen der blutzuführenden Gefäße im Ligamentum hepatoduodenale (Pringle-Manöver) analysiert, wobei beide Behandlungsstrategien eine vergleichbar starke Gewebsprotektion erzielen. Nach 70%-iger Leberteilresektion mit Pringle-Manöver zeigt sich jedoch trotz reduzierter Ischämie/Reperfusionsschädigung die Leberregeneration nach LP-Behandlung nachhaltig eingeschränkt. Im Gegensatz dazu verlaufen die regenerativen Vorgänge nach MP-Behandlung nicht schneller, aber doch mit einer vergleichbaren Kinetik zu unbehandelten, ischämischen Kontrollen.
Zusammenfassend gilt, dass sowohl IP- als auch MP-Behandlung die Ischämie/Reperfusionsschädigung deutlich reduzieren. Dies hat jedoch keinen positiven Einfluss auf die nachfolgende Regeneration nach Leberteilresektion mit Pringle-Manöver."
|