Knobelspies, Angelika
Veränderung krankheitsbezogenen Wissens bei Kindern
Eine Interventionsstudie
Reihe:
Akademische Abhandlung zur Psychologie
ISBN: 3-930324-30-x
1995
Preis: 46,90 €
225 Seiten
Abstract
Dieser Titel von Angelika Knobelspies beschäftigt sich mit den inhaltlichen und strukutrellen Wissensinhalten von Grundschulkindern bezüglich einer exemplarisch ausgewählten Krankheit - hier Erkältungskrankheit.
Im ersten Teil gibt eine materialreiche Darstellung der derzeitigen Befundlage zu körper-, gesundheits- und krankheitsbezogenen Wissenssystemen und deren Veränderungen bei Kindern unterschiedlicher Altersgruppen den Stand der Forschung wieder. Auch die aus verschidenen Gründen bestehenden Defizite hinsichtlich der Modifizierbarkeit bestehender Wissensysteme werden dokumentiert. Im zweiten Teil wird das Design und die Instrumente dieser Interventionsstudie dargestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einer anschaulichen Beschreibung des eigens für diese Untersuchung konzipierten Instruments mit dem zu drei Meßzeitpunkten verschiedene Elemente des erkältungsbezogenen Wissens bei 80 Kindern des zweiten und dritten Grundschuljahres erfaßt wurden, sowie des ideenreich darauf bezogenen Interventions- programmes für die Kinder der Experimentalgruppe.
Bei der anschließenden Darstellung der Ergebnisse wird deutlich, daß sich bei der Experimentalgruppe weitreichende Wissensveränderungen ergaben, die aufgrund des Designs der Teilnahme dieser Kinder an der Intervention zugeschrieben werden konnten. Darüberhinaus wird aufgezeigt, daß sich im Vergleich mit Befunden bisheriger Untersuchungen zu bestehenden krankheitsbezogenen Wissenssystemen die Kenntnisse, die diesen Kindern mittels der Intervention nahegebracht werden konnten, deutlich über Wissen, wie es in vorangegangenen Untersuchungen Kindern dieser Altersgruppe üblicherweise zugesprochen wurde, hinausgingen.
Abschließend wird dargelegt, daß einige über die Eltern und die Klassenlehrerinnen erhobene Variablen, wie ausgewählte schulische Kompetenzen der Kinder oder ihre Vorerfahrungen mit Krankheiten, in bezug auf die zum ersten Meßzeitpunkt bestehenden Wissenssysteme und deren Veränderungen infolge der Intervention zur Varianzaufklärung herangezogen werden konnten, während sich andere, insbesondere affektive und motivationale Variablen, als nicht hierzu geeignet erwiesen.
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