Weber, Jörg
Die integrationspolitische Bedeutung des Dienstleistungssektors
Die Vollendung des europäischen Binnenmarktes und die multilateralen Verhandlungen des GATT
Reihe:
Akademische Abhandlung zu den Politischen Wissenschaften
ISBN: 3-930324-20-2
1994
Preis: 46,90 €
220 Seiten
Abstract
Die Neubesinnung der EU auf die Vorteile des Gemeinsamen Marktes in den 80er Jahren ist der wachsenden Bedeutung des Dienstleistungssektors geschuldet. Diese offenbart sich in der anwachsenden Durchdringung des Produktionsprozesses mit Dienstleistungsfunktionen und deren wachsendem Anteil an der Wertschöpfung.
Die Fragmentierung der EU-Dienstleistungsmärkte hat einen integrationspolitischen Nachholbedarf notwendig gemacht, da sie die Wachstumschancen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gefährdete. Die Tertiarisierung der Produktion ist mithin eine wesentliche Ursache der Weiterentwicklung des Integrationsprozesses. Sie ist zugleich sein wichtigstes Ergebnis, da der Binnenmarkt die fortschreitende Tertiarisierungbegünstigt und mit der Schaffung einer integrierten europäischen Dienstleistungsökonomie wesentlich zur Wohlfahrtssteigerung und Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.
Dies hat seine Entsprechung in der Art gefunden, wie sich europäische und nicht-europäische Unternehmen auf den Binnenmarkt vorbereiten, und sich ebenfalls in dem Einfluss der EU auf das vollendete allgemeine Dienstleistungshandelsabkommen (GATS) ausgedrückt. Beide Vorgänge weisen in Richtung auf eine Revitalisierung des neo-funktionalistischen Spill-Over-Theorems.
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