Glüher, Gerhard
Licht - Bild - Medium
Untersuchungen zur Fotografie am Bauhaus
Reihe:
Akademische Abhandlung zur Kunstgeschichte
ISBN: 3-930324-05-9
1994
Preis: 51,90 €
300 Seiten
Abstract
In den zwanziger Jahren entdeckten vornehmlich Künstler der Avantgardezirkel die Fotografie als ein Medium, das einen bisher nicht beachteten Reichtum an schöpferischen Potential bot. Die Annäherung geschah dabei von Rändern dieses durchaus nicht homogenen Gefüges und zielte auf Erweiterung der Grenzen festgefahrener Gattungsbegriffe. Intellektuelle Durchdringung der Mechanismen jener „neuen“ Bilder aus dem technischen Apparat trafen sich mit der Vision, das Kamerabild als Quelle der veränderten „modernen“ Weltwahrnehmung sich aneignen zu wollen.
Das Bauhaus als Lehrinstitution und „Schmelztiegel“, in dem sich Kunst, Architektur und Design ergänzten und herausforderten, benutzte die Fotografie ebenso selbstverständlich wie kritisch. Laszlo Moholy-Nagy, Walter Peterhans, Herbert Beyer oder Joost Schmidt, um nur einige bekannte Namen zu nennen, erkundeten durch den täglichen experimentellen Umgang mit dem Fotogramm, der Montage, der Reportage, dem Werbeplakat oder dem Kamerafoto das Medium und legten die Fundamente, auf denen die Studierenden des Bauhauses ihre jeweils individuelle Sprache des Fotografischen bauen konnten.
Der Band verfolgt die wichtigsten - oftmals unbekannten - Tendenzen des Mediums, wobei nicht das Kamerabild im Mittelpunkt steht, sondern ebenso die Grenzbereiche wie Fotogramm, Montage, Kinetik etc. untersucht werden.
Die Hauptströmungen der 20er Jahre, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit waren zwei Kraftfelder, aus deren Zentren innovative Bildformen und Bildideen geschöpft wurden. Als Quelle zeitgemäßer wie revolutionärer Ideen werden ihre Wirkungen auf die Fotografie des Bauhauses untersucht.
2. Auflage, Layout und Bildbearbeitung: Petra Schag
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