Abstract
Abstract
Kurt Kretschmann, der Nestor des "praktischen Naturschutzes" in der DDR und von 1991 bis heute Ehrenpräsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Autor des OLV Verlages, schrieb dieses Buch bereits in den Jahren 1947/1948.
Als der Autor 1945 aus der Gefangenschaft nach Bad Freienwalde/Land Brandenburg, zurückkam, fand er eine verschlossene Kiste vor. Er brach sie auf und es kam eine Menge Kriegsliteratur von Autoren wie Ernst Jünger, Franz Schauwecker, Hans Zöberlein, Phillip Witkop Werner Beumelburg, Walter Flex und Karl Börger, ferner H.K.F. Günthers "Ritter, Tod und Teufel", Alfred Rosenbergs "Mythus des 20. Jahrhunderts" und Adolf Hitlers "Mein Kampf" zum Vorschein.
Kretschmann las diese Bücher und war empört, denn er hatte den Kriegsalltag anders erlebt. Es entstand die Idee, den Beschreibungen dieser Schriftsteller seine eigenen Erlebnisse gegenüberzustellen: "Lüge" gegen "Wahrheit". So entstand in den Jahren 1947 und 1948 der vorliegende Titel.
Nach 1949 wurde eine Publikation in Ost- wie in Westdeutschland abgelehnt. So lag das Manuskript "Lüge und Wahrheit" mehr als fünf Jahrzehnte als Dokument im Museum des Bad Freienwalder "Hauses der Naturpflege".
Die Werke der Autoren, die in dem hier vorliegenden Titel zitiert werden, sind insbesondere nach der Machtübernahme durch die NSDAP im Jahre 1933 einem Millionen-Publikum bekannt geworden. Heute sind sie weitgehend vergessen. Daher werden die von Kurt Kretschmann gelesenen Autoren im Nachwort von Hermann Behrens in Kurzbiografien vorgestellt.
Weitere Informationen über das Leben von Kurt Kretschmann entnehmen Sie bitte unserem Editorial in Heft 2/2004.
Natürlich Gärtnern, 47. Jahrgang, 3/2004
|