Abstract
Runder Tisch und Krieg an der Spitze.
Die Gewerkschaft Solidarnosc
im Umbruch 1988-90
Wie lässt dich die Solidarnosc nach ihrem Aufstieg aus dem Untergrund infolge der September-Amnestie von 1986 charakterisieren? Der Autor zeichnet die Entwicklung der Bewegung, ihre Aktivitäten und internen Prozesse von 1986 bis 1990 nach, wobei er sich insbesondere auf die als "Runder Tisch" bezeichnete Verhandlungsrunde zwischen den kommunistischen Machthabern und Teilen der Opposition im Februar 1989 und die darauf folgenden internen Zerreißproben und Brüche im Zusammenhang mit der Regierungs- beteiligung konzentriert. Sein Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Einordnung der Solidarnosc in die gesellschaftlichen Ereignisse in Polen. Am Ende "bleibt hängen, dass Solidarnosc, die so viel Gutes im Vorfeld des Runden Tisches leistete, der Dritten Republik den denkbar schlechtesten Anfang bescherte. Die Risse in der polnischen Gesellschaft, die damals entstanden, sind heute immer noch präsent." AR
ZPol-Bibliografie, 4/06, S. 1508
"Die polnische Gewerkschaft Solidarnosc ist zu einem Synonym für den gesellschaftlichen Kampf gegen die kommunistischen Machthaber in Polen in den achtziger Jahren geworden. Dieses Buch beschreibt ihre Tätigkeit nach der Wiederauferstehung infolge der September-Amnestie 1986, die sie zum ersten Mal seit ihrem Verbot im 1982 wieder aus dem Untergrund auftauchen ließ. Das Buch erzählt die Geschichte der vier Etappen der Solidarnosc, von der Amnestie bis zum Runden Tisch, der Machtübernahme und schließlich den fatalen Spannungen in der Bewegung und dem sogenannten Krieg an der Spitze. Somit werden Tätigkeit und Wirkung der Solidarnosc im Zeitraum 1988-90, dieser Schlüsselperiode in der europäischen Geschichte, ausführlich dargestellt."
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