Grotewold, Lars
Das genetische Netzwerk der Gliedmaßenentwicklung
Analyse der dorso-ventralen Musterbildung in polydaktylen Mausmutanten
Reihe: Akademische Abhandlung zur Biologie
ISBN 978-3-89700-309-5
2001
Preis: 24.90 €
104 Seiten
Abstract
Die sich entwickelnden Gliedmaßen sind ein geeignetes Modellsystem zum Studium morphoregulatorischer Prozeße während der Embryogenese, da sie sowohl klassischen experimental-embryologischen als auch modernen molekularbiologischen Techniken zugänglich sind. Voraussetzung für die korrekte Musterbildung der Extremitäten ist die Kommunikation zwischen zwei Geweben, die durch sezernierte Signalmoleküle vermittelt wird.
Durch die koordinierte Interaktion von sog. Signalzentren ( Quellen der o.g. sezernierten Moleküle ) wird das Muster entlang der drei Achsen einer Extremität festgelegt ( z.B. die Anzahl und Identität der Finger einer Hand). Während der Entwicklung können mindestens drei Signalzentren in der Gliedmaßenknospe definiert werden, die Zone polarisierender Aktivität (ZPA), die im wesentlichen das Muster entlang der antero-posterioren Achse definiert, die apikale ektodermale Leiste (AER), die den distalen Auswuchs dirigiert und das distale Nicht-AER-Ektoderm, das entscheidend für die dorso-ventrale Asymmetrie ist. Die gegenseitigen Abhängigkeiten dieser Signalzentren erklären die Tatsache, daß die Fehlfunktion eines dieser Zentren zumeist Konsequenzen für mehr als eine Achse hat.
In der vorliegenden Arbeit wird die Bedeutung der ZPA für die dorso-ventrale Musterbildung durch Genexpressionsstudien an Mausmutanten mit veränderter Anzahl der Finger untersucht.
Bestellung
|
webmaster@vwf.de
|