Abstract
Die Diskussion um die Wirksamkeit der Landschaftsplanung bestimmt seit Mitte der 80er Jahre die Diskussion in der Fachwelt. Beim Aufbau der Landschaftsplanung in den neuen Bundesländern bot sich die Chance, Ansatzpunkte zur Effektivierung der Landschaftsplanung zu entwickeln und umzusetzen. Als Beispiel dient dem Autor die Landschaftsrahmenplanung (LRP) im Land Brandenburg, deren Aufbauprozess er von Mitte 1992 bis Ende 1998 mitgestaltete.
Der Autor systematisiert die unterschiedlichen Kritik- und Reformansätze zur Effektivierung der Landschaftsplanung. Vor dem Hintergrund bestehender gesetzlicher und administrativer Strukturen in Brandenburg, wird der Schwerpunkt v.a. bei der Umsetzung und Ausfüllung der gesetzlichen Grundlagen in normative Vorgaben für Inhalte und die Aufstellung der LRP sowie deren administrative und praktische Implementation gelegt.
Ansatzpunkte werden vor allem bei der Beschleunigung der Planung durch Etablierung eines gestuften Planungsprozesses, klaren inhaltlichen Vorgaben zur Verankerung einer das gesamte Naturhaushaltspektrum umfassenden Aufgabenwahrnehmung gemäß dem brandenburgischen Naturschutzgesetz, einer stärkeren Umsetzungsorientierung der LRP durch einen deutlichen Adressatenbezug in Text und Karte sowie in einer zur Regionalplanung korrespondenzfähigen Aufbereitung der Inhalte der LRP in einer eigenen Integrationskarte gesehen. Für eine intensive Kommunikation und Kooperation aller am Aufbauprozess Beteiligten dienen regelmäßig Workshops sowie Arbeitsmaterialien, die deren Ergebnisse dokumentieren. Ein Fortbildungskonzept zu den Inhalten und zur Umsetzung der LRP sowie die anschließende Durchführung von mehreren Fortbildungsveranstaltungen mit anderen Fachbehörden und Institutionen dient der Verbesserung der Akzeptanz und vor allem der Umsetzung der LRP.
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