Abstract
Motivierungsmaßnahmen, die Mitarbeiter zu höherer Arbeitsleistung bewegen sollen, sind in Verruf geraten, nicht zuletzt durch Reinhard K. Sprengers Bestseller „Mythos Motivation, Wege aus einer Sackgasse“ (Campus Verlag, 15. Aufl. 1998). Sprenger schreibt, dass ausgefeilte Anreizsysteme letztlich doch nur demotivierte Mitarbeiter zur Folge hätten und bereits frustrierte Mitarbeiter auch trotz Motivierungsmaßnahmen ihre innere Kündigung aufrecht erhielten.
Aber sind die von vielen Unternehmen eingesetzten Incentives wirklich so schädlich? Oder freut sich letztlich nicht doch jeder über ein Lob und einen verdienten Bonus?
Sabine Elias untersucht in ihrem Buch, wie motivierend Geld- und Sachpreise aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter wirken. Sie präsentiert die Ergebnisse einer umfangreichen schriftlichen Befragung von Mitarbeitern aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen, die Erfahrungen mit Anreizsystemen haben. Auch das Lob des Vorgesetzten als immaterielle Motivierungsmaßnahme wird analysiert. Abschließend werden Empfehlungen für die sinnvolle Gestaltung von Incentives gegeben.
Sprengers Bestseller wird einer fundierten Kritik unterzogen. Es zeigt sich, dass seine populären Thesen vielfach nicht der Meinung der Mitarbeiter entsprechen. Das Buch ermöglicht eine neue, objektivere Sichtweise auf ein vieldiskutiertes Thema.
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