Abstract
Zehn Jahre nach dem Fall der Mauer existieren immer noch deutliche Differenzen in den Einstellungen, den Meinungen und dem Verhalten der Deutschen in Ost und West.
Die in diesem Band gesammelten Beiträge namhafter Autoren aus Ost- und Westdeutschland bieten zehn Jahre nach dem Fall der Mauer und neun Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung bilanzierend einen umfassenden Überblick über den Stand der psychologischen und sozialwissenschaftlichen Forschung zum Erleben und Verarbeiten der Wende in der DDR, der deutschen Wiedervereinigung und des Transformationsprozeßes. Präsentiert werden die Ergebnisse von zahlreichen Studien, die seit 1989/1990 mit verschiedenen Fragestellungen und Methoden in Ost und West durchgeführt wurden, wobei neben der zeitlichen Perspektive der Entwicklung des deutsch-deutschen Verhältnisses seit 1989 auch bisher unveröffentlichte, aktuelle Ergebnisse aus neuesten Umfragen präsentiert werden. Es wird u.a. auf Themen wie: Zukunftserwartungen und –ängste von Ost- und Westdeutschen, Unterschiede bei Testleistungen, Autoritarismus, Theorien über die Entstehung von Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschen, Einstellungen zur Demokratie oder dem Wandel der sozialen Identität eingegangen.
Die hier präsentierten Untersuchungen demonstrieren, wo noch Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen bestehen, wo die Mauer in den Köpfen noch existiert und bieten Erklärungsmodelle für diese an, sie dokumentieren jedoch auch deutlich den Beginn einer inneren Einheit.
Mit Beiträgen u.a. von:
Elmar Brähler, Horst-Eberhard Richter, Wolf Wagner, Hendrik Berth, Klaus J. Puzicha, Heinz J. Ebenrett, Manfred Schmitt, Jürgen Maes, Ulrich Seiler, Udo Ettrich, Matthias Romppel und Hans-Joerg Stiehler.
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