Knödler, Hermann
Die Struktur deutscher Direktinvestoren des verarbeitenden Gewerbes 1986 bis 1996:
Darstellung und Auswertung der Unternehmensdatenbank INDAT
INFER Research Report No. 1
ISBN: 978-3-89700-154-1
1999
Preis: 12,90 €
64 Seiten
Abstract
Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen rücken angesichts der wachsenden internationalen Arbeitsteilung immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen und wirtschaftlichen Interesses. Dies hat zu einer stärkeren Berücksichtigung von Direktinvestitionen durch die amtliche Statistik und die empirische Wirtschaftsforschung geführt, allerdings schwerpunktmäßig mit Beschreibung und Analyse der Auslandsaktitvitäten multinationaler Unternehmen.
Hinsichtlich der Struktur deutscher Mutterunternehmen ist die Datenlage wesentlich schlechter. Dies betrifft sowohl den Kennziffernvergleich von Unternehmen mit und ohne Direktinvestitionen als auch die Struktur der Direktinvestoren. Der vorliegende Forschungsbericht zielt gerade auf jenen Aspekt, der in der amtlichen Statistik und in der Literatur bisher relativ wenig Beachtung fand.
Dieser Forschungsbericht beschreibt ausführlich die Unternehmensdatenbank INDAT, die Daten über rund 6.500 westdeutsche Unternehmen enthält. Hiervon verfügte etwa ein Viertel im Berichtsjahr 1996 über Direktinvestitionsbestände. Eine kurze Darstellung theoretischer Erklärungsansätze für die Vornahme von Direktinvestitionen zeigt, daß die ökonomische Theorie kaum eindeutige Rückschlüsse auf die Struktur der inländischen Mutterunternehmen zuläßt. Anhand einer Auswertung der Datenbank INDAT wird die Struktur deutscher Direktinvestoren des Verarbeitenden Gewerbes dargestellt. Dabei werden bis zu 30 verschiedene Industriezweige berücksichtigt. Es stellt sich heraus, daß die Bedeutung von multinationalen Unternehmen je nach Branche und Unternehmensgröße stark variiert. Mit Hilfe der Ergebnisse wird versucht, den „typischen“ deutschen Direktinvestor des Verarbeitenden Gewerbes zu beschreiben.
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