Penninger, Birgit Sunhilt
Bisexuelle und Ihre Einstellungen zur Liebe
Reihe:
Akademische Abhandlung zur Psychologie
ISBN: 978-3-89700-083-5
1999
Preis: 24.90 €
100 Seiten
Abstract
Wie zahlreiche Titelgeschichten in der Presse und Berichte im Fernsehen zeigen, hat das Thema ‘Bisexualität’ inzwischen auch in Deutschland Hochkonjunktur. Bisher interpretierte die Wissenschaft Bisexualität als Übergangsphase zwischen Hetero- und Homosexualität. Doch heute scheint Bisexualität eine Existenzberechtigung als eigenständige sexuelle Orientierung erhalten zu haben.
Dies zeigt z. B. das Schlagwort ‘Fluidity’, das in amerikanischen Hochschulen derzeit die Runde macht: Fließende Übergänge sind im modernen Sexualleben angesagt. Mehr und mehr junge Leute lehnen es mittlerweile ab, sich in eine der beiden Schubladen - Heterosexualität oder Homosexualität - einsortieren zu lassen (Der Spiegel, 1996, S. 97).
Auch in Fachkreisen wird Bisexualität zunehmend als mögliche Neigung und Lebensstil anerkannt. In Studien wird nicht mehr nur sexuelles Verhalten untersucht, sondern Aspekte wie Anziehung, Phantasie, emotionaler Bezug, Lebensstil und Selbstbild spielen zunehmend eine Rolle. Solche Ansätze versuchen, den vielfältigen Aspekten der Bisexualität gerecht zu werden (Klein, 1980).
Heutige Partnerschaften basieren auf den Gefühlen füreinander und verbindenden Gemeinsamkeiten.
Um der Vielfältigkeit der individuell gewählten Liebes- und Lebensformen Bisexueller gerecht zu werden, befaßt die vorliegende Untersuchung sich mit Einstellungen zur Liebe, die persönliche und gesellschaftliche Vorstellungen über die Liebe widerspiegeln (Bierhoff, 1993).
Zuerst wird der Forschungsgegenstand ‘Bisexualität’ dargestellt, wobei speziell auf die bisexuelle Identität mit all ihren Besonderheiten eingegangen wird. Außerdem werden die Schwierigkeiten Bisexueller mit ihrer Umwelt erläutert. Danach wird die sozialpsychologische Betrachtungsweise des Forschungsgegenstands ‘Liebe’ aufgezeigt. Die Theorie der ‚Farben der Liebe‘ von Lee (1973) wird näher erläutert, da sie grundlegend für das in dieser Untersuchung angewandte Meßinstrument ist.
Im weiteren Verlauf wird die Stichprobe der Bisexuellen beschrieben anhand soziodemographischer Variablen, Daten zur Bisexualität, Daten zu den Beziehungen Bisexueller und den Einstellungen zur Liebe.
Näher untersucht wird weiterhin, ob die bisexuelle Stichprobe sich bezüglich ihrer Einstellungen von der heterosexuellen Normstichprobe unterscheidet, ob sich bisexuelle Frauen und Männer unterscheiden, ob sie Frauen und Männer unterschiedlich bevorzugen als Partner/innen und ob sich gleich- und gegengeschlechtlichen Beziehungen unterscheiden.
Bestellung
|
webmaster@vwf.de
|