Freericks, Claudia
Internationale Direktinvestitionen mittelständischer Unternehmen
am Beispiel der deutschen Automobilzulieferindustrie in Spanien
Reihe:
Akademische Abhandlung zu den Wirtschaftswissenschaften
ISBN: 978-3-89700-033-0
1998
Preis: 44,90 €
270 Seiten
Abstract
Die Internationalisierung bzw. Globalisierung von Geschäftsaktivitäten wurde in der Vergangenheit schwerpunktmäßig mit multinationalen Unternehmen in Verbindung gebracht. Es stellt sich heute zunehmend die Frage, ob und ggf. wie mittelständische Unternehmen ihre internationalen Aktivitäten intensivieren können.
Die Automobilindustrie befindet sich seit Jahren in einem Prozeß des strukturellen Wandels, in dem Internationalisierungskonzepte immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Automobilindustrie nimmt im Zusammenhang mit der Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten unübersehbar eine Vorreiterstelle ein. Nahezu alle Automobil- hersteller haben Produktionsstandorte außerhalb ihrer Heimatmärkte gegründet, und es ist zu erwarten, daß sie dieses System des internationalen Produktionsverbundes noch weiter ausbauen werden. Diese Standortpolitik der Automobilhersteller hat unmittelbare Auswirkungen auf die Zulieferer. Durch moderne Produktionskonzepte (wie bspw. JIT-Belieferungen „modular sourcing“ und sog. „in-plants“), durch die zunehmende vertikale Integration der Zulieferer in den Produktionsprozeß der Automobilhersteller erfolgt, stellt sich für die zumeist mittelständischen Zulieferunternehmen die Frage, wie sie auf die Standortverlagerungen ihrer großen Abnehmer reagieren können.
Von Interesse ist also der Entscheidungsprozeß mittelständischer Zulieferer, Direktinvestitionen an ausländischen Produktionsstandorten vorzunehmen. Dieser Entscheidungsprozeß wird am Beispiel der deutschen Automobilzulieferindustrie in Spanien, einem von der Automobilindustrie präferierten Standort, aufgezeigt.
Nach einer kurzen Erläuterung der Problemstellung – dem Entscheidungsprozeß zugunsten Direktinvestitionen im Ausland – und der erforderlichen begrifflichen Abgrenzung werden in einem ersten Teil der Arbeit der Wirtschaftsraum Spaniens und anschließend der vor dem Hintergrund der Themenstellung nötige Branchenbezug – das Umfeld der Automobilhersteller und Automobilzulieferer sowie als Exkurs die Standortvor- und –nachteile der Bundesrepublik Deutschland- analysiert. In einem zweiten teil wird das theoretische Fundament der Arbeit geliefert. Hier werden die wichtigsten theoretischen Ansätze zur Theorie der Direktinvestition inhaltlich dargestellt (Prämissen. Methodik, Untersuchungshintergrund), kritisch gewürdigt und auf ihren Erklärungsgehalt im Hinblick auf die Direktinvestitionsentscheidung mittelständischer Zulieferunternehmen untersucht.
Aufbauend auf den aus dem theoretischen Teil gewonnenen Erkenntnissen werden im letzten Teil die Entscheidungshintergründe mittelständischer Zulieferunternehmen bei ihren Direktinvestitionen in Spanien mit Hilfe von Primär- und Sekundärdaten analysiert und es werden Tendenzaussagen über ihr Investitionsverhalten getroffen.
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